Inklusion an unserer Schule

Die erste Inklusionsklasse an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule wurde 2011 gebildet. Fünf Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen werden seitdem erfolgreich in einer Klasse mit Regelschulkindern unterrichtet. Im Laufe der Jahre kamen weitere Inklusionsklassen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten hinzu, so dass wir mittlerweile durchgängig von Jahrgang 5 bis Jahrgang 10 gemeinsamen Unterricht anbieten. Die Lehrkräfte werden dabei von den Sonderpädagogen Frau Kleberg und Herrn Tillmann beraten und unterstützt, die die Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf individuell fördern.  Als Inklusionskoordinatorin zeichnet sich Frau Stüwe verantwortlich, die als Bindeglied zwischen Schulleitung, Regelschullehrern und Sonderpädagogen fungiert. Um den Bereich der Berufwahlorientierung kümmert sich Herr Dilks. Gemeinsam mit den Abteilungsleiterinnen Frau Reich-Geck und Frau Michalzik hat dieses Team ein Inklusionskonzept an der Schule verankert, das laufend den neuesten Entwicklungen angepasst wird.

Neben drei Förderräumen, die an Klassenräume angrenzen, wurde ein weiteren Raum eingerichtet, in dem die Förderkinder mit Blick auf ihre individuellen Bedürfnisse betreut werden können. Gleichzeitig ist es im Konzept der Schule verankert, Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf möglichst immer am Regelunterricht teilnehmen zu lassen. Von den Lehrkräften werden dazu differenzierte Arbeitsmaterialien hergestellt. 

Gemeinsamer Unterricht

Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf können in allgemeinen Schulen - dazu zählt auch die Gesamtschule - oder in Förderschulen unterrichtet werden (§ 20 Abs. 1 SchulG). Bei den meisten Schülerinnen und Schülern ist der sonderpädagogische Förderbedarf bereits vor dem Wechsel zur weiterführenden Schule festgestellt worden. In Einzelfällen kann aber auch in den Klassen 5 und 6 durch die Schule oder durch die Eltern ein Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs eingeleitet werden.

Eltern können für ihre Kinder, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben und die nach dem Bildungsgang der Hauptschule lernen, einen Antrag auf Gemeinsamen Unterricht an einer weiterführenden Schule stellen. Dieses kann bei den Förderschwerpunkten Sehen, Hören und Kommunikation, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung der Fall sein.

Schülerinnen und Schüler, die nach den Bildungsgängen der Förderschwerpunkte Lernen oder Geistige Entwicklung lernen, können in den Schulformen der Sekundarstufe I in Integrativen Lerngruppen unterrichtet werden. Auch für diese Beschulung ist ein Antrag der Eltern erforderlich. In Integrativen Lerngruppen sollen in der Regel nicht weniger als fünf Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet werden.

Das Schulamt entscheidet über die Anträge auf Gemeinsamen Unterricht und die Aufnahme in eine Integrative Lerngruppe. Für diese Entscheidung werden unterschiedliche Faktoren zugrunde gelegt; sie wird durch die Schulaufsicht stets im Hinblick auf eine möglichst gute Förderung der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers getroffen. Dabei kann es also auch sein, dass für Schülerinnen und Schüler trotz Anträge der Eltern auf einen integrativen Unterricht eine Förderschule als schulischer Förderort festgesetzt wird.

Die einzelne Schule der Sekundarstufe I beschreibt in einem Konzept oder in ihrem Schulprogramm die Grundlagen und die Organisation der sonderpädagogischen Förderung.

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/APOen/AO_SF.pdf 
http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Erlasse/Integrative_Lerngruppen.pdf

Menschenrecht = Inklusion

Am 13.12.2006 hat die UN-Menschenrechtskonvention die Rechte von Menschen mit Behinderung gestärkt. Hiernach hat jeder Mensch das Recht an einer regulären Schule im Mittelpunkt der Gesellschaft, nach seinen Möglichkeiten, ausgebildet zu werden.

Die Richtlinien zur Umsetzung von Inklusion im Unterricht an unseren Schulen wurde von der Kultusministerkonferenz in einem Dokument, dass Sie im unten stehenden Link einsehen können, dargelegt.

Behindertenrechtkonvention.pdf

 
 
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